Vom genügsamen Schaf auf der Weide bis zur fertigen Teppich-Bettumrandung als Schöner Wohnen Teppich im heimischen Schlafzimmer ist es ein weiter und aufreibender Weg. Bei den Schafen wird in verschiedene Rassen unterschieden und so ergeben sich auch die unterschiedlichen Qualitäten der Wolle. Zur Herstellung einer hochwertigen Teppich-Bettumrandung wird fast ausschließlich Wolle von Neuseelandschafen verarbeitet. Natürlich wird auch Wolle von europäischen und Island-Schafen verwendet. Aufgrund hoher Witterungsbeständigkeit ist die Wolle von Islandschafen sehr strapazierfähig und findet daher häufig Verwendung bei Teppichen mit außergewöhnlicher Beanspruchung.
Das Ausgangsprodukt einer hochwertigen Teppich-Bettumrandung ist die naturbelassene Schurwolle. Die Schafschur findet zweimal im Jahr statt. Dazu werden die Tiere einer Säuberung unterzogen. Bei dieser Vorarbeit wird zunächst der grobe Schmutz entfernt. Anschließend werden die Schafe gewaschen. Der nächste Schritt ist die Schur. Sie erfolgt beginnend am Unterbauch in Richtung Po. Diese Rohwolle lässt sich gleich ver- bzw. bearbeiten. Das heißt, sie kann gebleicht oder in jede Farbe eingefärbt werden. Damit sich beim Färben keine Schwermetalle und Giftstoffe in einer Teppich-Bettumrandung freisetzen können, wird ausschließlich mit Natur- und Säurefarben gearbeitet. Das beugt Allergien und sonstigen Reizungen vor.
Bevor die gewaschene Wolle verarbeitet wird, wird sie nach Farben arrangiert und gelockert. Dazu wird die Wolle sanft mit einer Walze auseinandergezupft und gelöst. Erst dann kann die Wolle versponnen werden. Dieser Arbeitsgang entscheidet über den jeweiligen Garntyp: Stärke, Farbnuance und Fadenzahl. Hier lässt sich der Qualitätsunterschied eines jeden Teppichs fühlen. Jede Teppich-Bettumrandung benötigt ein Untermaterial für Formbeständigkeit und Halt. Das Untermaterial kann aus Jute, Hanf, Baumwolle oder einer Mischung aus Jute und Baumwolle bestehen. Viele nebeneinander liegende Nadeln arbeiten die Polfäden ein. Nach diesem Arbeitsgang wird der Teppichbettumrandung ein Rückengewebe unter Verwendung von Naturlatex aufgeklebt. Dieses Verfahren verleiht Schutz und sorgt für angenehmen Gehkomfort.
Unterschiedliche Maschinen bringen vielfältige Teppichtypen hervor. Hier lässt sich zwischen Schlingenware und Velours unterscheiden. Bei der Velours-Teppich-Bettumrandung wird die Schlinge nur aufgeschnitten. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Dichte der Polfäden und wieviel Wolle auf einem Quadratmeter verarbeitet wurde. Eine Verklebung mit Naturlatex auf der Rückseite verhindert, dass sich die Fäden einfach aus dem Gewebe ziehen lassen. Unterschiedliche Florhöhen, Muster, Farben und Qualitäten stehen zur Wahl. Die typische Teppich-Bettumrandung besteht aus 2 Brücken mit einem Maß von ca. 67/135 cm und einer Galerie von ca. 67/270 cm. Aber auch andere Formgebungen wie die Fellform mit rutschsicherer Latexbeschichtung aus Polyacryl und Polester erfreuen sich wie Bettumrandungen im Shaggystil großer Beliebtheit. Wer eine Teppich-Bettumrandung beidseitig nutzen möchte, trifft mit einer Handweb-Bettumrandung garantiert die richtige Wahl.
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